Medienberichte
Presseartikel über Roll-tech in Xanten

NRZ 11.2013

Ein Mann macht mobil

Ein Mann macht mobil
nach oben

NRZ 11.2013

Ein Mann macht mobil

Ein Mann macht mobil

Rheinische Post 11.2013

Landrat lobt Xanterner Rad-Spezialisten

Landrat lobt Xanterner Rad-Spezialisten
nach oben

Kurewa 09.2013

Jeder kann mobil werden
Roll-Tech hat einen Blick für Handicaps

Jeder kann mobil werden

Rheinische Post 07.2013

Jeder kann mobil werden


Jeder kann mobil werden
nach oben

Rheinische Post 12.2011

Ein Spezial-Rad für Afrika


Ein Spezial-Rad für Afrika

Niederrheinische Blätter 03.2011

Maßgeschneiderte Drahtesel für alle Kundenwünsche

Maßgeschneiderte Drahtesel für alle Kundenwünsche
nach oben

Rheinische Post 10.2008

Berufsberatung aus der Praxis

Berufsberatung aus der Praxis

Niederrhein Nachrichten 07.2008

Ein Tandem für Patrick

Ein Tandem für Patrick
nach oben

Rheinische Post 07.2008

Spezialfahrrad macht 10-jährigen mobil

Spezialfahrrad macht 10-jährigen mobil

NRZ 07.2008

Patrick strahlt: "Meins!"

Patrick strahlt: Meins!
nach oben

Rheinische Post 01.2008

Rückenwind für die Bastler

Rückenwind für die Bastler

Rheinische Post 12.2007

Parkinson: Tandem fahren als Therapie

Parkinson: Tandem fahren als Therapie
nach oben


Proben für die Arbeitswelt

Proben für die Arbeitswelt

Rheinische Post, 1. August 2007

Bei Roll-Tech läuft's

Bei Roll-Tech läuft's
nach oben

Niederrhein Nachrichten, 9. Juni 2007

Fahrradwerkstatt in der Schule

Fahrradwerkstatt in der Schule

Rheinische Post, 5. Juni 2007

Zukunft selber basteln

Zukunft selber basteln
nach oben

2007

Leichter radeln

Leichter radeln

Rheinische Post, 7. Oktober 2006

Der neue Kunde ist älter

Der neue Kunde ist älter
nach oben

Rheinische Post, 3. April 2006

Nobel bis nostalgisch


Nobel bis nostalgisch

NRZ/WAZ 2005

Gutes Rad muss nicht teuer sein

Gutes Rad muss nicht teuer sein
nach oben

Niederrhein Nachrichten, 15. Juni 2005


Fahrrad Messe 2005

Fahrrad Messe 2005

Rheinberg und Xanten Samstag, 9. November 2002
Alpen / Sonsbeck

Edelschmiede für Dreiräder
Wirtschaft/ Die Produkte der Firma Roll-tech sichern behinderten Menschen ein Stück Selbständigkeit und Mobilität

Markus Kaminski XANTEN BIRTEN.

Das Rad kann man nicht neu erfinden. Wolfgang Reineke hat es aber entscheidend verbessert. Die Firma Roll-tech im Gewerbegebiet Birten stellt seit acht Jahren Zwei- und Dreiräder her, die Behinderten Selbständigkeit und Mobilität geben. Die Grundidee ist dabei so genial wie simpel: Ein besonders niedriger Durchstieg vereinfacht dem Nutzer das Aufsteigen. „Insgesamt habe ich den Durchstieg in die Höhe von 18 cm bekommen”. Das ist nur zwei Zentimeter höher als eine Treppenstufe. Nach diesem Prinzip werden in der Birtener Firma mittlerweile Zwei- und Dreiräder hergestellt. Nach und nach sind weitere Innovationen wie beispielsweise verschiedene Antriebe hinzugekommen. Mittlerweile stellt die achtköpfige Firma auch reine Sonderanfertigungen her. Das neueste Projekt ist ein umgebauter handangetriebener Rollstuhl aus den 70er Jahren. Umgerüstet mit Elektroantrieb und diversen technischen Raffinessen. „Da steckt etwa ein Kilometer an Kabeln drin.”

Edelschmiede für Dreiräder
nach oben

Wochenspiegel

Fitness und Freizeit
Hilfe bei Fortbewegungproblemen

Roll-tech macht das passende Rad

(ma) - Verursacht durch einen Autounfall war Roll-tech Firmeninhaber Wolfgang Reineke auf unterschiedliche Fortbewegungshilfen angewiesen. Der Geschäftsmann machte aus der Not eine Tugend und entwickelte Elektroantriebe für Therapiedreiräder. Im Jahr 1996 stellte Reineke dann sein erstes selbst kreiertes Therapie-Dreirad mit tiefem Einstieg vor.

Das als Zweirad-Einzelhandel gegründete Geschäft im Gewerbegebiet Xanten-Birten hat auf 1.000 Quadratmetern eine komplette Produktionsstraße für Therapie-Dreiräder und Elektrofährrader mit eigener Schlosserei, einer Pulverbeschichtung und einer Anlage für Sandstrahlarbeiten untergebracht. „Wir sind für Kunden da, die im normalen Geschäft nichts finden”, so Wolfgang Reineke zur Firmenphilosphie. Deshalb bilden Spezialanfertigungen bei Roll-tech auch einen großen Anteil. „Das Produkt muss für den Benutzer passend sein nicht umgekehrt”, führt der Zweiradmechanikermeister aus. In diesem Bereich gibt es zum Beispiel ein Rad für kleingewachsene Menschen oder das Contergan-Dreirad mit einer automatischen Gangschaltung und Lichtanlage, Speziallenker und Integralbremse. So können dank Reineke und seinen sieben Mitarbeitern auch Menschen mit Behinderung mobil bleiben. Dauernd im Sortiment hat Roll-tech Zwei-und Dreiräder für Erwachsene und Kinder - jeweils mit und ohne Motor. Auch ein Klapprad gehört zum Programm. Im Bereich Elektrofahrräder vertraut Reineke nur auf höchste Qualität. So besitzt eines seiner Modelle denn auch eine sehr hohe Akku-Leistung. „Bei einer Belastung von 100 km können wir eine Reichweite von 50 Kilometern erzielen. Bei diesen Rädern mit Hilfsantrieb wird der Fahrer bis zu 90 Prozent beim Treten unterstützt. Damit können auch Leute, die sonst kein Rad mehr fahren können wieder auf Tour gehen”, führt Reineke aus. Um die 500 Räder pro Jahr werden bei Roll-tech auf Bestellung gefertigt. Abnehmer sind überwiegend Fahrradgeschäfte sowie der Sanitätshandel in Deutschland und Europa. Einige Räder werden aber auch direkt in Xanten, Bruchweg 26, verkauft.

Wochenspiegel, 2. Oktober 2002

Fahrräder mit einem batteriebetriebenen Hilfsmotor

Fahrräder mit einem batteriebetriebenen Hilfsmotor gibt es viele. Sehr gute Räder hingegen wenige. Eines dieser sehr guten Fahrräder kommt von der Firma Roll-tech aus Xanten und trägt den Namen City-Fully. Unter den 13 getesteten Fahrrädern war das City-Fully (Bestnote: Sehr gut), das Rad mit der größten Reichweite, überzeugte mit guten Fahrradkomponenten, SDRAM 7 Gang Nabenschaltung, Rahmenfederung und einer Federgabel. Nicht ohne Stolz zeigt Wolfgang Reineke seine Testurkunde. Ist sie doch der Beweis, dass sich die Kreativität und Innovationen lohnen. Eben High-Tech, made am Niederrhein.

nach oben

Samstag/Sonntag, 14./15 September 2002 Verkehr

Elektroräder werden immer besser
Lithium-Ionen-Akkus bringen größere Reichweite bei geringerem Gewicht

Jedes Jahr zur Ifma präsentiert der Verein "extra energy" die Ergebnisse seiner Elektrorad-Tests. In diesem Jahr wurden die Testbedingungen völlig überarbeitet, um möglichst praxisnahe Ergebnisse zu erzielen. Simuliert wurde der Alltagsbetrieb in eher flachem Terrain mit vielfachem "Stop and Go" und auf unterschiedlich rauen Straßenbelägen, so wie er in der Stadt üblich ist. Bei der Bergprüfung ging es 500 m lang mit acht Prozent Steigung bergauf. Außerdem wurde die maximale Steigungsfähigkeit ermittelt. Gefahren wurde jeweils, bis die Batterie leer war. Denn zwei Kriterien sind vor allem von Interesse: Wie kräftig ist die elektromotorische Unterstützung? Und wie weit reicht eine Batterieladung?

Insgesamt brachten die Tests wieder bessere Ergebnisse als im Vorjahr. Von den elf Testmodellen erreichten vier das Gesamturteil "Sehr gut". Vier weitere erzielten ein "Gut". Unter den sehr guten Modellen fällt das Sachs Elo Bike mit dem ausgereiftetsten Fahrzeugkonzept auf. Das Roll-tech-City-Fully ist als einziges schon mit einem modernen und leistungsfähigen Lithium-Ionen-Akku ausgerüstet, der bei gleicher Kapazität nur ein Drittel eines Nickel-Cadmium-Akkus wiegt. Zum Zeitpunkt der Test noch nicht fertig, aber auf der Ifma zu sehen sind auch das neue E-Bike von Sparta mit ausgetüftelten Regelung und das Joe fly von La Prima. Während das Sparta-E-Bike wie ein normales Fahrrad aussieht und fährt, dürfte das kräftige Joe fly die Nachfolge des Mofa's antreten. Erstmals im Test waren auch E-Scooter, die neuen Elektroroller. Hier überzeugten vor allem der Charly von MZ und ein Modell namens Tante Paula, dessen kleiner Gepäckkoffer auch als Sitz funktioniert. Alle Modelle können auf der Ifma auch Probe gefahren werden. Halle14.1

Elektroräder werden immer besser

RadMarkt 08/2002

Für jeden das passende Rad

Für jeden das passende Rad

Hilfe zu geben bei Fortbewegungsproblemen verschiedener Art - das hat sich die Firma Roll-tech in Xanten zur Aufgabe gemacht. Auslöser für diese erfolgreiche Geschäftsidee war ein Autounfall des Inhabers Wolfgang Reineke im Sommer 1991.

Durch den Unfall war Reineke auf unterschiedliche Fortbewegungshilfen angewiesen und verbrachte dann mehrere Jahre in Krankenhäusern und Rehakliniken. Doch der Geschäftsmann machte aus der Not eine Tugend und entwickelte Elektroantriebe für Therapiedreiräder. Im Jahr 1996 stellte Reineke dann sein erstes selbst kreiertes Therapiedreirad mit tiefem Einstieg vor. „Das haben wir mit einer Durchstiegshöhe von 18 Zentimetern patentieren lassen”, erklärt er. Das 1991 noch als Zweiradeinzelhandel gegründete Geschäft entwickelte sich immer weiter, so dass bald Platzprobleme auftraten und das Unternehmen 1998 erst nach Xanten-Vynen und 2001 ins Gewerbegebiet Xanten-Birten umzog. Dort ist er heute auf 1.000 Ouadratmetern einen Spezialanfertigungen bei Roll-tech auch einen großen Anteil.

Das Produkt muss für den Benutzer passend sein und nicht umgekehrt, führt der Zweiradmechanikermeister aus. In diesem Bereich gibt es zum Beispiel ein Rad für kleingewachsene Menschen oder das Contagan-Dreirad mit einer automatischen Gangschaltung und Lichtanlage, Speziallenker und Integralbremse. So müssen dank Reineke und seinen sieben Mitarbeitern auch Menschen mit Behinderung nicht auf eine Spazierfahrt im Grünen verzichten. Dauernd im Sortiment hat Roll-tech Zwei- und Dreiräder für Erwachsene und Kinder - jeweils mit Motor und ohne Motor. Auch ein Klappdreirad gehört zum Programm. In speziellen Schalendreirädern können sogar zwei Personen nebeneinander sitzen und so gemeinsam einen Ausflug machen. Eine Besonderheit ist ein Dreirad mit zwei Rädern vorne. Das ist das einzige Dreirad, welches sich beim Lenken in die Kurve legt.

„Wir sind für die Kunden da, die im normalen Geschäft nichts finden”, so Wolfgang Reineke zur Firmenphilosophie.

Für jeden das passende Rad

„So kommt man dem Gefühl vom normalen Fahrradfahren wieder näher”, erläutert Wolfgang Reineke. Im Bereich Elektrofahrräder vertraut Reineke nur auf höchste Qualität. So besitzt eines seiner Modelle denn auch eine besonders hohe Akku-Leistung. „Bei einer Beladung von 100 Kilogramm können wir eine Reichweite von 50 Kilometern erzielen. Das ist sehr weit. Andere Elektrofährrader haben meist nur eine Reichweite von 25 Kilometern”, meint der Experte. „Bei diesen Rädern mit Hilfsantrieb wird der Fahrer bis zu 90 Prozent beim Treten unterstützt. Damit können auch Leute, die sonst kein Rad mehr fahren können, wieder auf Tour gehen”, führt Reineke aus.

Um die 500 Räder pro Jahr werden bei Roll-tech auf Bestellung gefertigt. Abnehmer sind überwiegend Fahrradgeschäfte sowie der Sanitätshandel in Deutschland und Europa. Einige Räder werden aber auch direkt in Xanten verkauft. Dafür existiert ein eigener Verkaufsraum mit Ausstellung, wo sich jeder Interessierte einzelne Modelle anschauen kann.

nach oben

Birten

Donnerstag, 01.August 2002 Nr. 176 ~1600

Roll-tech in Birten

Roll-tech in Birten: Reha-Technik auf drei und vier Rädern / Viele Eigenentwicklungen


Geschweißte Maßanzüge

BIRTEN Durch einen Schlaganfall - körperlich nur noch eingeschränkt mobil sein zu können, das kann heute schnell passieren. Das heißt aber nicht, dass auf die Mobilität verzichtet werden muss. Die Technik und Mechanik muss vielmehr individuell angepasst werden. Ein Fall dann für Wolfgang Reineke (35), seine Firma Roll-tech in Birten und für seine sechs Mitarbeiter. Wolfgang Reineke, verheiratet, zwei Kinder, lernte nach der mittleren Reife bei seinem Vater Zweiradmechaniker. Weitere Stationen waren der Fahrzeugbau und der Zweiradgroßhandel, ehe er in Weeze ein Elektro- und Fahrradgeschäft leitete und nach der Meisterprüfung übernahm. 1991 erlitt Wolfgang Reineke einen schweren Autounfall, lag mehrere Jahre im Krankenhaus. Bei der anschließenden Rehabilitation gab's diverse Probleme bei seinem pedalbetriebenen Dreirad, ein Anstoß für ihn 1994, erste Versuche mit Elektrohilfsantrieben zu unternehmen. 1995 kam ihm Idee des Dreiradtiefeintiegs die eine Zeit lang gebrauchsmustergeschützt war. Reineke vertiefte sich immer mehr in den Reha-, statt in den normalen Fahrradbereich.

Krankenfahrstühle

Auch 1997 verkaufte er sein Fahrradgeschäft in Weeze und betrieb seine speziellen Entwicklungen erst einmal in einer an sein Haus angebauten Halle in Vynen weiter. Im April vorigen Jahres eröffnete Wolfgang Reinke seinen Betrieb mit Verkauf am Bruchweg 26 im Birtener Gewerbegebiet. Dort ist er heute mit sechs Mitarbeitern tätig - in der Entwicklung und Produktion von Reha-Technik (drei und vier Räder) sowie von Elektrofahrrädern mit der Spezialität Sonderbauten. Im Vordergrund steht also die individuelle Spezialanfertigung, sei es für kleinwüchsige Menschen, für Menschen mit Amputationen oder für Menschen, die einen Schlaganfall erlitten und damit ein besonderes Handicap haben. In der Werkstatt am Bruchweg werden elektrische Hilfsantriebe eingebaut, die bis zu 90 Prozent "Kraft"-Unterstützung bieten. Auch Krankenfahrstühle bauen die Spezialisten in Birten ganz zusammen, maßgeschneidert sozusagen. Geliefert werden diese Fortbewegungshilfen an Wiederverkäufer in mittlerweile vier Ländern Europas, weitere Länder werden, so Reineke, in nächster Zeit hinzukommen. Auf Fachmessen wie der RehaCare in Düsseldorf sind die individuellen Anfertigungen mit hochwertiger Elektronik-Eigenentwicklung auch ausgestellt.


Knapp 500 Spezialanfertigungen

Der Werkstattbereich ist zur Montage und Einzelanfertigung modern ausgestattet, von der Pulverbeschichtuns- und Brennanlage bis hin zur Schlosserei und zur Sandstrahllackierung. Knapp 500 dieser Spezialanfertigungen werden in diesem Jahr, so schätzt Reineke, den Betrieb verlassen. Für seine "geschweißten Maßanzüge" steht sein Haus jedem Privatkunden, jedem Fahrradhändler und Sanitätshaus offen.

Joachim Heppner: Montage von Spezialanfertigungen

Allrounder mit Imbusschlüssel

Birten (peko). Joachim Heppner (35) ist Zweiradmechaniker, aber in der Firma Roll-tech muss er noch mehr sein als der normale Mechaniker, er muss tüfteln können, bei der Montage von Spezialanfertigungen. Und das macht ihm besonders Spaß, das Improvisieren. Dadurch sieht er seinen Beruf als besonders abwechslungsreich an.

Die Spezialanfertigung des Fahrrades ist so aufgehängt, dass Joachim Heppner bequem und im Normalfall in aufrechter Haltung daran arbeiten kann. Die Hände, die den Imbussschlüssel halten, sind schmutzig. Das gehört in dieser Branche dazu, mit Spezialseife wird dem Schmutz nach Feierabend zu Leibe gerückt.

Angefangen hat Joachim Heppner mit der ganz normalen Zweiradtechnik, heute beginnt er da zu arbeiten, wo die ganz normale aufhört. Er baut zwei- und dreirädrige Spezialanfertigungen zusammen: für Ältere (mit Tiefeinstieg), für Mitmenschen mit Hanidcaps (Schlaganfälle, Amputationen). Solche Spezialfahrzeuge werden entweder ganz individuell durch Heppner zusammen gebaut oder normale Fahrräder werden umgebaut, beispielsweise mit einem Elektromotor in der Vorderradnabe versehen.

Montage von Spezialanfertigungen

Auch in der Pedaltechnik kann viel so verändert werden, dass der Radler mit Behinderung sogar wieder lange Strecken zurücklegen kann. In aller Regel dauert für Joachim Heppner sowohl ein Umbau als auch ein Komplett drei Stunden. Hinzu kommt dann noch die Lackierung des Zwei- oder Dreirades.

Doch der 35-jährige ist auch ein Allround-Mann bei Roll-tech in Birten. Er baut Elektromotoren ein, arbeitet an der Sandstrahlanlage oder ist vorne im Geschäft Kundenberater. Den kompletten Produktionsprozess kennt Heppner auswendig, und ebenso kann er alle anstehenden Reparaturen durchführen, am Fahrrad ebenso wie an einem Rollstuhl.

Joachim Heppner: "Und das alles zusammengenommen ist es eben, was meine Arbeit hier so abwechslungsreich macht!".

nach oben



„Auch mir ist kein Berg zu steil”


Unser Sohn Joe' ist 8 Jahre alt, hat eine Lähmung unterhalb L3/4 und kann mit einem Gehapparat gehen. Da sein Kniegelenk funktioniert, ist es ihm auch möglich, Drehbewegungen auf einem Fahrrad durchzuführen. Mit seinem ersten Fahrrad mit Stützrädern konnte Joe' jedoch nur auf ebener Fahrbahn weiterkommen. Sobald es auch nur leicht bergauf ging, fehlten ihm die Kräfte zum Weiterfahren, d.h. - eingeschränkte Mobilität. Eine Lösung unseres Problems fanden wir im AsbH-Brief - Dank an Frau Monika Schmitz von der Vereinigung Münster - und bekamen eine Adresse in Xanten (60 km von Düsseldorf): Firma Roll-tech in Xanten, Stadtteil Birten, Bruchweg 26 (Tel. 02801/983930).

Der Inhaber selbst, Herr Reineke, sah sich den Jungen an und baute Joe' ein Fahrrad zusammen, das genau seinen Bedürfnissen entsprach. Wie man auf dem nebenstehenden Foto sehen kann, hat das Fahrrad aus Sicherheitsgründen drei Räder. In der Nabe des Vorderrades liegt ein Elektromotor, der den Strom aus Akkus bekommt, wenn Joe in die Pedalen tritt. Bewegt sich die Kette, bekommt die Elektronik diese Information über einen Sensor und gibt Strom aus den Akkus auf den Motor, so dass das Vorderrad sich dreht. Um jetzt den Berg hochzufahren, muss die Kette in Bewegung bleiben, das heißt der Junge muss drehen, was ja auch gesünder ist. Der Motor lässt sich an- und abschalten, z.B. wenn es bergab geht, um die Akkus zu schonen. In den Sommerferien machte Joe 1700 Kilometer. Er trifft sich jetzt allein mit Freunden und hat damit einen großen Schritt in Richtung Selbstständigkeit gemacht.

Unsere Positiven Erfahrungen möchten wir im AsbH-Brief weitergeben, damit vielleicht noch andere Menschen mit denselben Problemen eine Möglichkeit für mehr Mobilität finden. Für weitere Informationen können Sie gerne anrufen oder schreiben an: Eichelsberg 20 L-9907 Troisvierges (Großherzogtum Luxemburg) Tel.0035/2979007

„Auch mir ist kein Berg zu steil”

Samstag den 21.04.2001 NRZ
Zeitung für Rheinberg und Xanten .Alpen .Sonsbeck.

Reineke baut Räder der besonderen Art

Birtener Unternehmer hat sich mit seinem Team ganz auf den Reha-Bereich konzentriert von DESIREE WÜRLICH

Xanten-Birten. "Ein ganz normaler Fahrradladen" denke ich mir, als ich durch die großen Schaufenster der Firma Reineke am Bruchweg 26 blicke. Kaum aber habe ich den Verkaufraum betreten, muss ich diesen ersten Eindruck revidieren. Zwar liegen in den Regalen an der Wand zahlreiche Fahrradsättel und anderes Zubehör, aber die ausgestellten Räder selbst sind irgendwie "anders". "Wir helfen bei Fortbewegungsproblemen aller Art" lautet der Slogan, mit dem die Xantener Firma "Roll-tech" wirbt. Und damit haben die Spezialisten für Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Fortbewegungshilfen und Rehatechnik nicht zu viel versprochen.

Zehn Jahre ist nun her, seit Firmeninhaber Wolfgang Reineke nach einem schweren Autounfall einige Zeit lang selbst auf verschiedenste Fortbewegungshilfen angewiesen war. "Ungefähr zwei Jahre lang war ich sprichwörtlich aus dem Verkehr gezogen", erinnert sich der 34-jährige Zweiradmechanikermeister. Angesichts der eigenen Notlage sei ihm dann irgendwann, so quasi in der Mittagspause die Idee des "tiefergelegten" Dreirades gekommen. Ein Jahr hat es allerdings gedauert, bis das Rad mit einer Durchstiegshöhe von nur 18 Zentimetern patentiert und serienreif war. "Vergleichbare Modelle gibt es erst wieder bei Herstellern aus Gütersloh oder Stuttgart", berichtet der sichtlich stolze "Erfinder".

Räder der besonderen Art

Während in der 1991 gegründete Firma anfangs auch noch handelsübliche Räder zum Angebot gehörten, haben sich Wolfgang Reineke und seine fünf Mitarbeiter seit 1996 auf den Reha-Bereich konzentriert. Die Ideen für die einzelnen Modelle scheinen Reineke dabei wie aus der Luft zuzufliegen. So hat er dann auch "so eben zwischendurch" im Winter ein Elektro-Fahrrad entwickelt, das sich aufgrund seiner besonders großen Akku-Leistung von herkömmlichen Modellen unterscheidet. "Je nach Wetterlage haben die handelsüblichen Räder eine Reichweite von etwa 25 Kilometern", erklärt der Experte. "Unser Modell allerdings hat im Vergleich drei- bis viermal so große Akkus und ist bei einer Beladung von 100 Kilogramm und Temperaturen von 20 Grad durchaus in der Lage, eine für "niederrheinische Ausflugsverhältnisse" recht ordentliche Reichweite von 50 Kilometern zu erzielen."

Räder der besonderen Art

Gerade für Menschen mit Handicap, die kräftemäßig eher beschränkt sind, sei es wichtig, die Fahrzeuge optimal auf den Benutzer abzustimmen. Spezialanfertigungen sind daher an der Tagesordnung und Reineke hat es sich quasi zum Steckenpferd gemacht, für jeden Kunden das passende Gefährt zu finden. "Manchmal gibt es passende Modelle auf dem Markt, dann habe ich natürlich nicht den Anspruch, eine eigene Kreation an den Mann zu bringen", resümiert der einfallsreiche Firmeninhaber, der von seiner Frau Monika und Sekretärin Sylvia Hering beim bundes- und europaweiten Vertrieb tatkräftig unterstützt wird. "Unser Fachbereich beginnt da, wo das normale Fahrrad nicht mehr sicher genug ist", beschreibt Reineke den Einsatzbereich seines Angebots. Zwischen 2000 und 10000 Mark (für Spezialanfertigungen) müssen die Kunden auf den Tisch legen. Vier Wochen und siebzehn einzelne Arbeitsschritte braucht es, bis eine Sonderanfertigung die firmeneigene Werkstatt mit Schlosserei, Sandstrahl- und Pulverbeschichtungsanlage (ein besonderes Lackiersystem, bei dem die Farbe auch bei Verbiegungen der Rohre nicht abplatzt) das 20 Meter lange Montageband verlässt. Die guten Produktionsvorraussetzungen für die Räder will Reineke zukünftig auch anderweitig nutzen. So kann er es sich durchaus vorstellen, Sandstrahl- und Pulverlackierungsarbeiten auch Privatleuten anzubieten, um die hohen Investitionen zu decken.

nach oben

April 2001 - Rheinische Post, von Korinna Roters

Für Fortbewegungsprobleme ist jetzt Roll-tech da

„Unmöglich” gibt's hier einfach nicht

XANTEN. Wie so ein kleiner Golfplatzflitzer mit Sonnenschirmchen blitzt da ein Fahrrad für zwei aus dem Schaufenster entgegen. Das Schaufenster gehört zu "Roll-tech", einer Firma, die im Gewerbegebiet Birten (Bruchweg) ihr Geschäft eröffnete. Das Besondere ist, so Inhaber Wolfgang Reineke: "Wir machen all' das, von dem andere Fahrradläden sagen, es sei unmöglich." Fahrräder mit tiefem Einstieg

Und das sieht man schon beim Betreten der gerade eingeweihten Hallen. Sind es auf den ersten Blick normale Fahrräder, die dort stehen, stellt man als bald fest, dass sie Besonderheiten aufweisen: Die lästige Stange, die beim Herrenrad das Aufsteigen erschwert und auch beim Damenrad für körperlich beeinträchtigte Fahrwillige ein Hindernis darstellt, sind deutlich abgesenkt. So ist zum Beispiel ein steifes Knie kein Hindernis mehr, um das Radfahren an einem herrlichen Frühlingstag ausfallen zu lassen. "Ich besitze den Gebrauchsmusterschutz für den tiefen Einstieg", erklärt Wolfgang Reineke. Dieses Fahrradmodell ist seine Erfindung und für zehn Jahre geschützt. Bei ihm allein liegt also das Recht, diese Fahrräder zu bauen, sollte er nicht die Erlaubnis zum Nachbauen erteilen. Sogar Fahrräder ganz ohne "Einstieg" sind zu haben. Eine Stange, die an der linken Seite des Rades entlangführt und die bei Bedarf auch als Armlehne genutzt werden kann, macht's möglich. Der Fahrradkauf wird bei "Roll-tech" von Anfang an erleichtert. Ob der Tritt mit beiden Füßen schön rund läuft, kann bei Reineke im wahrsten Sinne des Wortes "auf der Stelle" festgestellt werden. Das Rad wird auf Walzen gestellt, einem Heimtrainer ähnlich. Heraus kommt schließlich ein ganzes individuelles Fahrrad. Auf der Stelle das passende Rad

Für Fortbewegungsprobleme ist jetzt Roll-tech da

Der Betrieb mit seinen sechs Mitarbeitern stellt auch Spezialanfertigungen her. Wenn das eine Bein kürzer als das andere ist, dann ist das kein Problem mehr. Die Pedalen werden einfach gekürzt oder verlängert. Doch es werden noch mehr Finessen geboten: Fahrräder mit Trethilfe oder Dreiräder; Tandems für Eltern mit Kind oder der Einkaufsshopper für Oma und Opa. Motto: Alles ist da und wenn nicht, wird's halt erfunden.


Eröffnung 2001

Eröffnung 2001
nach oben